{"id":317,"date":"2017-01-23T00:13:59","date_gmt":"2017-01-23T00:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.stereoscopictures.com\/?page_id=317"},"modified":"2017-06-09T23:02:39","modified_gmt":"2017-06-09T23:02:39","slug":"stereoskopische-anamorphosen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/blog.stereoscopictures.com\/?page_id=317","title":{"rendered":"STEREOSKOPISCHE ANAMORPHOSEN"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Achim Bahr<\/p>\n<p align=\"justify\">Eine Sonderform dreidimensionaler Abbildungen, mit der sich unvergleichlich <em>spektakul\u00e4re Effekte<\/em> erzielen lassen, sind stereoskopische Anamorphosen; diese \u2014 inzwischen allgemein verbreitete \u2014 Bezeichnung wurde von Achim Bahr gepr\u00e4gt und erstmals f\u00fcr sein <em>Immaterielles Schachspiel<\/em> verwendet. Im Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Stereobildern liegt dieser Darstellungsmethode eine <em>spezielle Wiedergabetechnik<\/em> zugrunde: Bei der Betrachtung des \u2014 waagerecht liegenden \u2014 Bildes aus einem <em>schr\u00e4gen<\/em> Blickwinkel von ca. 45\u00b0 richtet sich das Motiv auf und erhebt sich <em>senkrecht<\/em> aus der Fl\u00e4che! Obwohl das <em>virtuelle Modell<\/em> perspektivisch erscheint, bleibt der Ma\u00dfstab in jeder Richtung erhalten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die erste Arbeit dieser Art war die 1981 als Graphik in <a href=\"http:\/\/blog.stereoscopictures.com\/?page_id=288\">Anaglyphentechnik<\/a> ver\u00f6ffentlichte Zeichnung eines Schachspiels. Trotz der limitierten Auflage von nur 750 St\u00fcck erlangte sie schnell weite Verbreitung und wurde \u2014 gerade auch von der Fachwelt \u2014 wegen der neuartigen 3D-Wirkung und der zeichnerischen Pr\u00e4zision mit Erstaunen und Begeisterung aufgenommen. Die Auflage ist l\u00e4ngst vergriffen, einzelne Exemplare werden heute unter Sammlern hoch gehandelt.<\/p>\n<p align=\"justify\">1989 folgte in dieser Technik als Auftrag f\u00fcr die <em>Deutsche Bundespost<\/em> (Telekom) das erste dreidimensionale Schmuckblatt-Telegramm der Welt, das mit mehr als 500.000 verkauften Exemplaren ein ausserordentlich gro\u00dfes Publikum erreichte; auch diese Auflage ist bereits seit langem vergriffen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Herausragendes \u2014 und bisher un\u00fcbertroffenes \u2014 Beispiel f\u00fcr die faszinierenden M\u00f6glichkeiten derartiger Stereobilder ist schliesslich die Abbildung von Schloss <a href=\"http:\/\/blog.stereoscopictures.com\/?page_id=299\">Neuschwanstein<\/a>, die anl\u00e4sslich des 150. Geburtstages von K\u00f6nig Ludwig II. von Bayern erschienen ist. Um eine stereoskopische Anamorphose in dieser Qualit\u00e4t und Perfektion anzufertigen, war zun\u00e4chst eine sehr detaillierte fotogrammetrische Rekonstruktion des gesamten Bauwerks notwendig; genauere Informationen hierzu sowie zur eigens f\u00fcr diesen Druck neu entwickelten Farbrezeptur sind unter den entsprechenden Rubriken im Servicebereich zu finden. N\u00e4heres zur Darstellung und weitere Einzelheiten \u00fcber dieses Projekt k\u00f6nnen Sie auch dem <a href=\"http:\/\/blog.stereoscopictures.com\/?page_id=299\">Text der Umschlagmappe<\/a> entnehmen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Besonders eindrucksvoll ist auch die gro\u00dfe Siebdruck-Version dieses Motivs im Format 210 x 170 cm, die auf dem Boden liegt und aus dem Stand heraus betrachtet wird; das wahrgenommene Modell der Schlossanlage erreicht hierbei eine scheinbare H\u00f6he von ca. 100 cm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Achim Bahr Eine Sonderform dreidimensionaler Abbildungen, mit der sich unvergleichlich spektakul\u00e4re Effekte erzielen lassen, sind stereoskopische Anamorphosen; diese \u2014 inzwischen allgemein verbreitete \u2014 Bezeichnung wurde von Achim Bahr gepr\u00e4gt und erstmals f\u00fcr sein Immaterielles Schachspiel verwendet. 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